Zwischen Anspruch und Ausrede – Deutschland am Scheideweg zu echter Lohngerechtigkeit?
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Zwischen Anspruch und Ausrede – Deutschland am Scheideweg zu echter Lohngerechtigkeit?

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Podiumsdiskussion - Freitag, 6. März 2026 -18:00 bis 20:00 Uhr (anschließend Get-Together) - Emma Ihrer-Saal im Rathaus Pankow, Breite Straße 24a–26, 13187 Berlin Eine Veranstaltung der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Spandau und Pankow in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung (SenASGIVA). Wie ernst meint es Deutschland mit der Entgeltgerechtigkeit? Bis zum 7. Juni 2026 muss die EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz in nationales Recht umgesetzt sein. Obwohl sie seit 2023 in Kraft ist, ist die Umsetzung in Deutschland bislang kaum vorangekommen. Das bisher geltende Entgelttransparenzgesetz wird von vielen als unzureichend und letztlich wirkungslos eingeschätzt. Die EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz bietet nun die Möglichkeit, es umfassend zu überarbeiten und damit einen echten Beitrag zu wirklicher Lohngerechtigkeit zu leisten. Mit einem unbereinigten Gender Pay Gap von 16 % liegt Deutschland deutlich über dem EU-Durchschnitt von 12 % und gehört damit EU-weit weiterhin zu den Schlusslichtern. Der europäische Vergleich verdeutlicht, woran es hierzulande hapert: Länder mit ähnlich hoher Erwerbsbeteiligung von Frauen wie Schweden, Dänemark, Frankreich oder Spanien setzen seit Jahren erfolgreich auf verbindliche Entgeltanalysen und Prüfverfahren, Berichtspflichten und klare Durchsetzungsmechanismen – und haben deutlich geringere Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern. Doch statt unmittelbar an erfolgreiche europäische Beispiele anzuknüpfen und zeitnah konkrete gesetzliche Schritte zur wirkungsvollen Umsetzung der EU-Richtlinie zu beschließen, setzte Deutschland zunächst eine Kommission zur sog. „bürokratiearmen Umsetzung“ der EU-Richtlinie ein. Das Ergebnis: Ein insgesamt arbeitgeberfreundlicher Bericht mit umstrittenen Empfehlungen, der an mehreren Stellen Fragen aufwirft. Die Podiumsdiskussion „Zwischen Anspruch und Ausrede“ greift diese Konfliktlinie auf. Prof. Dr. Heide Pfarr, Staatssekretärin Micha Klapp und Dana Müller vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) diskutieren darüber, was Deutschlands Gleichstellungspolitik tatsächlich hemmt: Bürokratie oder fehlende politische Konsequenz bei der Geschlechtergerechtigkeit? Anmeldung erwünscht unter: https://t1p.de/4ywv3 Und auf der Seite der Gleichstellungsbeauftragten (https://www.berlin.de/ba-pankow/gleichstellung)

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