Spandauer Aktionsmärz 2026
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Spandauer Aktionsmärz 2026

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Jedes Jahr kommt das vielfältige Netzwerk des Spandauer Aktionsmärz zusammen. Das gemeinsame Ziel? In vielfältigen Veranstaltungsformaten auf Benachteiligung und Diskriminierung im Zuge von Sexismus und Rassismus aufmerksam zu machen. Gleichzeitig sollen betroffene Menschen Solidarität erfahren. Nicht wenige Menschen sind von Diskriminierung betroffen. Diskriminierungsmerkmale können sein: Geschlecht, Alter, Herkunft, Klasse, Behinderung, sexuelle Orientierung, Religion usw. Diese Diskriminierungsmerkmale können sich auch überschneiden. Ein Grund mehr, die beiden Aktionszeiträume miteinander zu verbinden, damit die Dimensionen von Sexismus und Rassismus offengelegt werden. Alle Veranstaltungen auf der Zitadelle Spandau und im Gotischen Haus sind kostenfrei: So. 01.03. von 12 – 13 Uhr Öffentliche Führung | Spandau Prison. 1877 – 1987 „Und wo saß hier jetzt Rudolf Hess?“, ist eine alltägliche Frage von Besucherinnen und Besuchern der Zitadelle Spandau. Die Antwort lautet: „Nirgends.“ Das sogenannte Kriegsverbrechergefängnis mit Hess als letztem Häftling befand sich in der Spandauer Wilhelmstadt: 1877 begannen dort die Arbeiten für ein neues „Central-Festungsgefängniß“, in dem ab 1881 straffällig gewordene Soldaten und Kriegsgefangene einsaßen. Nach einer spektakulären Befreiungsaktion während der Novemberrevolution 1918 diente das für 300 Gefangene ausgelegte Gebäude bis 1933 als Gefängnis für Zivilisten. Die nationalsozialistische Regierung nutzte das Gefängnis sofort nach dem Reichstagsbrand als Ort der „präventiven Schutzhaft“. Bis 1945 saßen hier eine Vielzahl politischer Gefangener ein, die zumeist zum Tode verurteilt wurden – dazu gehörten erstmals auch Frauen, insbesondere aus dem polnischen Widerstand. Tauchen Sie bei dieser öffentlichen Führung in die vielschichtige Geschichte des sogenannten Kriegsverbrechergefängnisses ein. Gemeinsam entdecken wir teils erstmals gezeigte Objekte und Fotografien, während Zeitzeugeninterviews neue Perspektiven eröffnen. Die ungewöhnliche Idee, bestimmte Ereignisse in die Bildsprache von Comics zu übersetzen, lädt zudem zum Nachdenken und Diskutieren ein. / Treffpunkt: Zeughaus / Ohne Anmeldung So. 01.03. von 15 – 16 Uhr Führung | Das Archäologische Fenster. Die Burg Spandau und das Zusammenleben im Mittelalter. Zu Füßen des ältesten profanen Gebäudes Berlin sind im Archäologischen Fenster auf der Zitadelle neben dem Grabungsfeld mit den Überresten einer slawischen Holz-Erde-Mauer, der darauffolgenden steinernen Burgmauer und der Schlossanlage aus der Renaissancezeit, die ältesten bekannten mittelalterlichen jüdische Grabsteine im Berliner Raum zu sehen, die vermutlich im 15. Jahrhundert vom jüdischen Friedhof in Spandau entfernt und für den Bau der Burg genutzt wurden. Was erzählen die Funde über die diverse Stadtgesellschaft im mittelalterlichen Spandau? / Treffpunkt: Torhaus So. 08.03. von 11 – 12:30 Uhr Archivführung zum internationalen Frauentag Wie bewahrt man eigentlich Geschichte? Was passiert mit alten Dokumenten, wenn sie ins Archiv kommen? Archivleiter Sebastian Schuth öffnet die Türen und gewährt Ihnen bei einer Führung durch die Archivräume, die Dauerausstellung und den Lesesaal Einblicke in die faszinierende Arbeit hinter den Kulissen des Archivs. Freuen Sie sich auf Originaldokumente, spannende Hintergrundgeschichten und Fundstücke aus der Vergangenheit. Eine ideale Veranstaltung für Geschichtsinteressierte und alle, die das Archiv einmal aus nächster Nähe erleben möchten. / max. 15 Personen / Treffpunkt: Torhaus / Anmeldung bis 06.03.: archiv@zitadelle-berlin.de oder 030-354 944-287 So. 08.03. von 14 – 17 Uhr Finissage der Ausstellung „Bye, bye Bunker“ Am letzten Tag der Ausstellung können Sie mit den Kurator*innen der Ausstellung, Sammlungsleiterin Carmen Mann und Archivleiter Sebastian Schuth, ins Gespräch kommen. Dabei haben Sie die Gelegenheit, vertiefende Informationen zur Ausstellung und erkenntnisreiche Objektneuzugänge zu erhalten und Fragen zu aktuellen Projekten des Archivs, wie z.B. der Digitalisierung historischer Bestände zu stellen. Im Vorfeld der Finissage findet um 11 Uhr eine Führung durch das Archiv des Stadtgeschichtlichen Museums Spandau auf der Zitadelle statt, bei der Sie einen Einblick in die Archivräume, die Arbeitsweise des Archivs und ausgewählte Bestände erhalten. / Ort: Gotisches Haus, Breite Straße 32, 13597 Berlin / ohne Anmeldung Mi. 11.03. von 15 – 16 Uhr Tastführung | Archäologisches Fenster Burg Spandau Erstmals, seit der Erweiterung des Archäologischen Fensters im vergangenen Jahr um zahlreiche Tastobjekte, möchten wir blinde und sehbehinderte Menschen zu einer Tastführung einladen, um die Geschichte des Ortes vor dem Bau der Zitadelle Spandau kennenzulernen. Anhand der Tastmodelle, Repliken aber auch von Originalen, wie den mittelalterlichen jüdischen Grabsteinen, erhalten Sie einen Einblick in die Besiedlung des Ortes von der slawischen Zeit über das Hochmittelalter bis in die frühe Neuzeit. Kommen Sie mit auf eine spannende Zeitreise. / Dauer: 90 Minuten / Treffpunkt: Torhaus / Anmeldung bis zum 09.03.: christina.buech@zitadelle-berlin.de oder Tel. 030-354 944-445 So. 15.03. von 14 – 15 Uhr Stadtrundgang | Film ab! Ein Rundgang zu nach Schauspielerinnen benannten Straßen in Haselhorst Wieso gibt es in Spandau eigentlich eine Romy-Schneider-Straße? Und haben Sie schon einmal von der CCC-Filmkunst gehört? Bei einem Rundgang durch Haselhorst tauchen wir in die Filmgeschichte und spannende Biografien von Schauspielerinnen ein – und erfahren zusätzlich, was das Ganze eigentlich mit Spandau zu tun hat. Film ab! / Treffpunkt: U-Bahnhof Haselhorst, Ausgang B / Anmeldung bei: christina.buech@zitadelle-berlin.de oder 030-354 944-445 Sonntag 22.03. von 14 – 16 Uhr Kiezspaziergang | Ausgewählte Stolpersteine in der Altstadt Spandau Unterwegs in Spandau Bei diesem Spaziergang in Zusammenarbeit mit der Jugendgeschichtswerkstatt laden wir Sie ein, die Spandauer Altstadt mit anderen Augen zu sehen. Stolpersteine werden für Menschen verlegt, die während des NS-Regimes verfolgt wurden. Jeder Stein steht für ein individuelles Schicksal dieses Unrechts. Auch in der Spandauer Altstadt finden sich zahlreiche Stolpersteine, die Ihnen ihre Geschichte erzählen möchten. Wie erlebten z.B. jüdische Kinder die Verfolgung und was ist aus denen geworden, die überlebten? Auf dem Spaziergang durch die Spandauer Altstadt erkunden wir gemeinsam die Leben und die Schicksale der in Spandau verfolgten, vertriebenen und ermordeten Menschen und die Art und Weise, wie heute an sie erinnert wird. / Treffpunkt: vor dem Gotischen Haus, Breite Straße 32, 13597 Berlin (Stolpersteine für die Familie Oehl).

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Am Juliusturm 64, 13599 Berlin

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