Spandau Prison 1877 - 1987
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Spandau Prison 1877 - 1987

BerlinGermany
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Zitadelle / Zeughaus OG 15.8.2025 - 17.5.2026 HINWEISE: Am 29.8. ist die Zitadelle nur bis 15:30 Uhr geöffnet. Am 30.8. ist die Zitadelle aufgrund eines Konzerts geschlossen Vom 3.-5. Oktober bleibt die Ausstellung aufgrund des Gauklerfestes geschlossen. ................................................................................................................ ERÖFFNUNG 14.8. um 18 Uhr Begrüßung: Dr. Carola Brückner - Bezirksstadträtin für Kultur Dr. Urte Evert – Museumsleiterin Einführungsvortrag: Dr. Johannes Fülberth - Referatsleiter in der Staatsbibliothek zu Berlin „Und wo saß hier jetzt Rudolf Hess?“, ist eine alltägliche Frage von Besucherinnen und Besuchern der Zitadelle Spandau. Die Antwort lautet: „Nirgends.“ Das sogenannte Kriegsverbrechergefängnis mit Hess als letztem Häftling befand sich in der Spandauer Wilhelmstadt: 1877 begannen dort die Arbeiten für ein neues „Central-Festungsgefängniß“, in dem ab 1881 straffällig gewordene Soldaten und Kriegsgefangene einsaßen. Nach einer spektakulären Befreiungsaktion während der Novemberrevolution 1918 diente das für 300 Gefangene ausgelegte Gebäude bis 1933 als Gefängnis für Zivilisten. Die nationalsozialistische Regierung nutzte das Gefängnis sofort nach dem Reichstagsbrand als Ort der „präventiven Schutzhaft“. Bis 1945 saßen hier eine Vielzahl politischer Gefangener ein, die zumeist zum Tode verurteilt wurden – dazu gehörten erstmals auch Frauen, insbesondere aus dem polnischen Widerstand. Doch in unserer heutigen Erinnerung ist vor allem das international als „Spandau Prison“ bekannte Gefängnis für die sieben in Nürnberg zu Haftstrafen verurteilten Kriegsverbrecher geblieben – obwohl es direkt nach Hess‘ Selbstmord 1987 abgerissen wurde. Die Ausstellung im Zeughaus der Zitadelle erzählt anlässlich 80 Jahre Kriegsende die gesamte Geschichte des Gefängnisses. Neben einigen zum Teil zuvor noch nicht gezeigten Objekten und Bildern sorgen vor allem Zeitzeugeninterviews für neue Perspektiven – und die Idee, einige Ereignisse in die Bildsprache von Comics zu übersetzen, für Diskussionsstoff. Die Geschichte des Gefängnisses stößt zudem Diskussionen über Themen der Gegenwart an: Was sollte das Ziel von Haftstrafen in einer demokratischen Gesellschaft sein? Welche Konsequenzen haben internationale Haftbefehle gegen Staatsführer heute? Wie kommt es zu Verschwörungserzählungen? Ist der Abriss von Gebäuden aus der NS-Zeit wirksam, um zum Beispiel rechtsextreme Aufmärsche vor Ort zu verhindern? Sie sind herzlich eingeladen, sich in der Ausstellung sowie im Begleitprogramm zu informieren und an der Diskussion zu beteiligen! ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN Kostenfrei, ohne Anmeldung Treffpunkt im Torhaus - So. 24.8. um 12 Uhr - So. 14.9. um 12 Uhr (Tag des offenen Denkmals – kostenloser Eintritt) - So. 2.11. um 12 Uhr 2026 - So. 1.2. um 12 Uhr - So. 1.3. um 12 Uhr KOSTENLOSES BEGLEITPROGRAMM ohne Anmeldung (sofern nicht extra angegeben) Do. 25.9. um 18 Uhr „Ich füge mich nicht, ich demonstriere [...].“ - Leben und Wirken Carl von Ossietzkys Vortrag von Alexandra Otten - Fachreferentin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Bereits am Morgen nach dem Reichstagsbrand, am 28. Februar 1933, wurde der bekannte pazifistische Schriftsteller Carl von Ossietzky verhaftet und ins Spandauer Festungsgefängnis verbracht. Aus dieser Zeit sind Briefe erhalten, die nun in der Ausstellung auf der Zitadelle gezeigt werden. Alexandra Otten zeichnet in ihrem Vortrag den Kampf des 1938 schließlich im KZ ermordeten Demokraten gegen die NS-Diktatur nach und stellt die Bedeutung von Ossietzkys Wirken für unsere Gegenwart heraus. So. 12.10. um 14 Uhr .................................................................. Denkmalgespräch ORT: Stadtteilladen Wilhelmstadt Adamstraße 39, 13595 Berlin Nach dem Selbstmord von Rudolf Hess wurden das Kriegsverbrechergefängnis abgerissen und alle Spuren vernichtet, um einen Pilgerort für Rechtsextreme zu verhindern. Vor Ort ist nun nichts mehr, das an das Gefängnis erinnert – auch nicht an diejenigen, die in der Zeit von 1933–1945 dort von den Nationalsozialisten gefangen gehalten und hingerichtet wurden. Diskutieren wir gemeinsam: Wie geht man mit dieser ambivalenten Geschichte des Ortes um? Und wie könnte man vor Ort daran erinnern? Do. 16.10. um 17 Uhr .................................................................. Do. 16.04. um 17 Uhr Dialogische Führung: Kriegsverbrecher als Comicfiguren? Wie kann man Geschichte durch Comics vermitteln? Und wie verarbeitet man historisch schwierige Themen durch Comic-Kunst? Begleiten Sie uns bei einem Rundgang durch die Ausstellung mit den Comic-Künstlern Wiktor Dubnow und Björn Stäbe vom Timeless Studio W.B sowie einer Kuratorin der Ausstellung. Mo. 2.2. von 10–14 Uhr .............................................................. Geschichte als Comic Ferienworkshop mit den Comic-Künstlern Wiktor Dubnow und Björn Stäbe - ab 7. Klasse Vom historischen Geschehen zur gezeichneten Story! Lust auf eine kreative Zeitreise? In diesem spannenden Ferienworkshop verwandeln wir wahre historische Ereignisse in fesselnde Comics! Gemeinsam tauchen wir in die Vergangenheit ein, entdecken bewegende Geschichten, überraschende Wendungen und faszinierende Figuren – und bringen sie mit Stift, Fantasie und Zeichenblock zum Leben. Ob du schon Comic-Profi bist oder einfach Lust hast, etwas Neues auszuprobieren: Hier gestaltest du deine eigene gezeichnete Story – von der ersten Idee bis zum fertigen Comicstrip. Geschichte mal ganz anders – packend, kreativ und garantiert nicht langweilig! ANMELDUNG bis 2 Tage vor dem Termin Tel.: 030-354 944 445 oder per Mail: christina.buech@zitadelle-berlin.de Sa. 25.4. um 15 Uhr .................................................................. Zeitzeug*innencafé in Wilhelmstadt ORT: Stadtteilladen Wilhelmstadt Adamstraße 39, 13595 Berlin In einem Interviewprojekt für die Ausstellung haben wir Menschen aus Spandau nach ihren Erinnerungen an das Kriegsverbrechergefängnis gefragt: Was für (persönliche) Geschichten verbinden die Interviewten mit diesem Ort? Wie wurde die Präsenz der Alliierten in Spandau wahrgenommen? Und was halten sie vom spurlosen Abriss des Gebäudes? Im Zeitzeug*innencafé greifen wir diese Fragen auf und laden zum gemeinsamen Gespräch bei Kaffee und Kuchen ein. FINISAGE So. 17.5. von 10–17 Uhr .................................................................. Zur Finissage am Internationalen Museumstag ist der Eintritt in die Ausstellung kostenfrei. Das Programm zur Finissage finden Sie vorab auf unserer Website www.zitadelle-spandau.de. BUCHBARES ANGEBOT Kostenpflichtig, Anmeldung erforderlich Auf den Spuren der Vergangenheit: Das Festungsgefängnis Spandau im Fokus - ab 10. Klasse Tauche ein in die bewegte Geschichte des Festungsgefängnisses Spandau! Nach einer spannenden Führung durch die Ausstellung begeben sich die Jugendlichen in Kleingruppen auf eine historische Spurensuche: Wer waren die Insassen dieses Gefängnisses in unterschiedlichen Zeiten? Wofür wurden sie verurteilt? Wie sah ihr Alltag hinter den Mauern aus? Terminvereinbarung: Museumsdienst Berlin Tel.: 030-247 498 88 oder per Mail: museumsdienst@kulturprojekte.berlin

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Am Juliusturm 64, 13599 Berlin

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